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2026-01-21T09:24:22+0000

Gastbeitrag: „DRS bildet die reale Situation im Markt ab“

_Der DEKRA Reparatur-Stundensatz (DRS) gibt seit Jahren Auskunft darüber, wo in Deutschland welche Stundensätze bei der Reparatur von Kfz-Schäden bezahlt werden. Im Gastbeitrag erklärt Bernd Grüninger, Bereichsleiter Gutachten und Mitglied der Geschäftsleitung DEKRA Automobil, wie der DRS zustande kommt, was er aussagt und welches Ziel DEKRA damit verfolgt._ „Der DRS bildet die reale Situation am Markt ab – basierend ausschließlich auf Schadengutachten, bei denen der Reparaturauftrag erteilt ist. Schadenfälle, die fiktiv abgerechnet werden, fließen nicht mit ein. Die rückblickende Marktbeobachtung mit Daten aus dem Vorjahr gibt die tatsächlich angewendeten Stundensätze in aggregierter Form wieder – jeweils konkret für eine bestimmte Region, und das wiederum flächendeckend für ganz Deutschland. Wir beantworten damit die Frage: Welche Stundensätze wurden im vorangegangenen Jahr in einem bestimmten PLZ-Gebiet tatsächlich abgerechnet – in Sachen Karosserie, in Sachen Lack und in Sachen Mechanik? Unterschieden wird zudem zwischen Pkw und Nutzfahrzeugen. So lässt sich der jeweils relevante DRS nicht nur regional, sondern auch inhaltlich passgenau auswählen. Es handelt sich beim DRS also keineswegs etwa um eine Vorgabe von DEKRA, sondern um ein Abbild des realen Marktgeschehens. [Die Hintergründe sind im Erklärfilm auf unserer Website übersichtlich dargestellt.](https://www.dekra.de/de/stundenverrechnungssaetze/) Zu Jahresbeginn 2026 haben wir dort wieder die frischen Daten aus den Schadengutachten des Jahres 2025 zum kostenlosen Einzelabruf bereitgestellt. Der DRS steht dort ausschließlich zur nicht- oder geringgewerblichen Nutzung zur Verfügung gestellt. Bei Verwendung setzen wir einen deutlichen Hinweis auf die Urheberschaft von DEKRA und den Stand der Daten voraus. Sowohl markengebundene als auch freie Fachwerkstätten werden bei der Berechnung mit einbezogen – und zwar nicht nur mit dem jeweiligen Aushangstundensatz, sondern auch mit Stundensätzen, die etwa als Bestandteil von Einzelvereinbarungen mit bestimmten Versicherern angewendet werden. Ermittelt werden die DEKRA Reparatur-Stundensätze in einem zweistufigen Verfahren: Für jeden berücksichtigten Reparaturbetrieb wird zunächst ein Jahresdurchschnitt errechnet. Im zweiten Schritt ermitteln wir den Durchschnittswert für jede Postleitregion, also das Gebiet, das jeweils die ersten zwei Ziffern der Postleitzahl gemeinsam hat. Die Stückzahl der erstellten Schadengutachten pro Werkstatt spielt dabei keine Rolle. Dass in einer Postleitregion sowohl Stundensätze über dem Durchschnittswert des DRS als auch darunter abgerechnet werden, liegt in der Natur der Sache – deshalb ist es ja ein Durchschnittswert. Wichtig ist zu wissen: Im DRS Lack sind die Stundensätze jeweils ohne Materialanteil angegeben. Mit dem DEKRA Reparatur-Stundensatz wollen wir als Partner des Kfz-Gewerbes in erster Linie die Branche mit einer Orientierungshilfe unterstützen. Dank unserer führenden Marktposition, des entsprechenden Gutachten-Volumens sowie unserer Flächendeckung in Deutschland sind wir in der Lage, einen jeweils aktuellen „Marktspiegel“ anzubieten – neutral und unabhängig.“
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